Bataillon

1959 Erstes Gelöbniss 15

Am 1. März 1959 wird das Feldartilleriebataillon 15 unter seinem ersten Kommandeur, Oberstleutnant Hewel, in der Hildesheimer Gallwitz-Kaserne aufgestellt. Die zwei schießenden Batterien werden mit der amerikanischen Feldhaubitze 105mm, die von einem Zugmittel "Henschel" gezogen wird, ausgerüstet. Im Juli 1959 gibt das Bataillon auf dem Truppenübungsplatz MUNSTER seine ersten Schüsse ab.

Im Dezember 1960 werden die Henschel-Zugprotzen durch Faun-Geräteträger ersetzt. Die Haubitze wird nicht mehr gezogen, sondern mit einer Hebevorrichtung auf den Geräteträger verladen. Am 16.11.1961 wird die Ausbildungskompanie 10/1 dem Bataillon unterstellt.

Das Feldartilleriebataillon 15 verlegt am 25.10.1962 nach Stadtoldendorf. Am 1. Februar 1963 übergibt Oberstleutnant Hewel das Kommando an Major Bauer. Unter dessen Führung findet am 5. September 1963 die erste öffentliche Vereidigung und drei Tage später der erste "Tag der offenen Tür" in Stadoldendorf statt.

Mit einem Festakt übernimmt das Batail- lon am 24.04.1965 die neu verliehene Truppenfahne. Am 27.04. wird die Kasernenanlage in "Yorck-Kaserne" umbenannt. Im Juli und August 1966 übt das Bataillon, im Rahmen der Panzergrenadierbrigade 1, sechs Wochen lang in LA COURTINE in Frankreich. Dieser erste Einsatz im Ausland erfolgt zum Teil mit französischen Truppenteilen.

Zum 1. Januar 1967 wird das Feldartilleriebataillon 15 in Panzerartilleriebataillon 15 umbenannt und entsprechend ab März mit der Panzerhaubitze M 109 G ausgerüstet. Am 7. April übernimmt Major Karlewski die Führung des Bataillons. Während der Übung "HERMELIN 11" im November 1967 besucht Bundespräsident Dr. Heinrich Lübke das Bataillon. Am 30.08.1968 wird das neuerbaute Offizierheim übergeben.

Das zehnjährige Bestehen wird am 1. Juni 1969 begangen. Am 1. Oktober wird Major Richter Batailionskommandeur. Zum 1. April 1970 wird die Ausbildungskompanie 10/1 als 4. Batterie eingegliedert, am 07.04. besucht der Inspekteur des Heeres, General Schnez, das Bataillon in Stadtoldendorf.

Am 22. März 1972 nimmt das Bataillon an einer Truppenparade in Wunstorf zur Verabschiedung des Generalinspekteurs General de Maiziäre teil. Am 11. August 1972 wird Major Fischer mit der Führung des Bataillons beauftragt.

Am 1. Juli 1974 wird die 4. Batterie zur Ausbildungsbatterie umgegliedert. Am 7. März 1975 übernimmt Oberstleutnant Karl-Heinz Ballnus das Bataillon. Im August erfordert die Waldbrandkatastrophe in der Lüneburger Heide einen Großeinsatz im Raum Celle. Anschließend verlegt das Bataillon zu seinem zweiten Auslandsaufenthalt nach SHILO, Kanada.

Am 30. März 1979 wird Oberstleutnant von Geyso neuer Kommandeur. Anläßlich des 20-jährigen Bestehens wird am 8. September ein großer Zapfenstreich und ein Tag der offenen Tür durchgeführt.

Nach nur knapp zwei Jahren übergibt Oberstleutnant Peter von Geyso am 27. Februar 1981 die Führung des Bataillons an Oberstleutnant Klaus Selle, der die Umgliederung des Bataillons in die Heeresstruktur 4 bis zum 1. April durchfuhrt. Die 4. Batterie wird dadurch nach siebenjähriger Funktion als Ausbildungseinheit zu einer reinen Einsatzbatterie.

Im Jahre 1983 beginnt die Patenschaft der 2. Batterie mit der Gemeinde DEENSEN, eine dauerhafte und intensive Verbindung.

Am 8.Oktober 1985 läßt sich der Kommandeur der 1. Panzerdivision, Generalmajor Helge Hansen anläßlich seines Artilleriebesuches in den Standort einweisen. General Hansen ist der zweite Divisionskommandeur in der 26-jährigen Geschichte des Bataillons, der sich in das Goldene Buch der Stadt Stadtoldendorf einträgt.

Am 7. März 1986 übernimmt Oberstleutnant Ernst-Dieter Wehmeier die Bataillonsführung. Das Bataillon erhält am 4. Februar 1987 die erste umgerüstete Panzerhaubitze M 109 A 3 G. Zum 1. April gliedert das Bataillon in die Artilleriestruktur 85 um: Es löst die 4.Batterie auf und verstärkt die beiden verbleibenden schießenden Batterien mit zusätzlichen Haubitzen und Feuerleitstellen.Im September 1988 erlebt sowohl Stadtoldendorf, mit der Beherbergung des Korpsgefechtsstandes des 1. Niederländischen Korps während der Übung "FREE LION" in der Yorck-Kaserne und dem Besuch der Niederländischen Königin, als auch das Bataillon, das vom 12. bis 24. September während des dritten Auslandsaufenthaltes in den Niederlanden auf dem Truppenübungsplatz OLDEBROEK übt, einen Höhepunkt. Am 28.September übernimmt Oberstleutnant Friedrich W. Benz die Führung des Bataillons.

Im Jahr 1989 feiert das Bataillon sein 30jähriges Bestehen. Die Feierlichkeiten umfassen ein Feldbiwak, einen Tag der offenen Tür, ein Feierliches Gelöbnis und den Großen Zapfenstreich. Am 1. Juli 1990 übernimmt Major Rolf-Walter Dönsdorf das Bataillon. Am 3. Oktober gedenken die Soldaten in einem feierlichen Appell des ersten wahren Tages der Deutschen Einheit und pflanzen zur Erinnerung und Mahnung einen Baum in der Yorck-Kaserne.

Die durch die Streitkräftereduzierung aufgetretene Frage, bleibt Stadtoldendorf Garnisonsstadt, wird am 6. August 1991 endlich positiv beantwortet. Nach 17 Jahren verlegt das Bataillon 1992 erstmals wieder auf den kanadischen Truppenübungsplatz SHILO/Kanada.

Am 1.April 1993 stellt das Bataillon im Rahmen der Heeresstruktur 5 erneut eine 4. Batterie auf. Das Panzerartilleriebataillon verfügt jetzt über 24 Panzerhaubitzen. Am 1. Oktober übergibt Oberstleutnant Rolf Walter Dönsdorf das Bataillon an Oberstleutnant Klaus F. Krüger.

Vom 15.10.1993 bis 25.10.1993 sind 49 Soldaten des Bataillons - im Rahmen der Panzergrenadierbrigade 1 - Teilnehmer der deutsch-spanischen Übung ALMANSA 93 im Raum CARTAGENA/MURCIA/ALICANTE.

Vom 21.02. bis 04.03.1994 übt das Bataillon in MUNSTER und wird dort vom Inspizienten der Artillerie besichtigt. Zudem prüft der Divisionsartillerieführer die Schießleistungen des Bataillons, und es wird ein Schießen im "direkten Richten" durchgeführt.

Das 35-jährige Bestehen des Standortes wird am 02. September 1994 mit einem Feldbiwak gefeiert. Die 4. Batterie geht am 16.09. eine Patenschaft mit der Stadt DASSEL ein. Am 24. Oktober besucht der Befehlshaber im Wehrbereich 11 und Kommandeur der 1.Panzerdivision, Generalmajor Schultze-Rhonhof, den Standort. Am 1. Dezember 1994 übernimmt der Bataillonskommandeur das Amt als "Beauftragter der Streitkräfte für regionale Aufgaben im Landkreis HOLZMINDEN".

Nachdem sich in der Folge weiterer Streitkräftereduzierungen erneut die Frage nach dem Erhalt des Standortes Stadtoldendorf stellte, kann am 17. März 1 995 wieder aufgeatmet werden. Mit der Herausgabe des Ressortkonzeptes wird die positive Antwort offiziell.

Am 5. Juli übernimmt Oberstleutnant Klaus-Peter Koschny das Bataillon. Ein Feierliches Gelöbnis von 550 Soldaten findet am 11.08.'l 995 vor ca. 2500 Besuchern in DASSEL, der Patengemeinde der 4. Batterie, statt. Weitere Gelöbnisse in der Öffentlichkeit folgen am 21.11.1995 in ESCHERSHAUSEN und am 16.02.1996 in ARHOLZEN, Patengemeinde der 3. Batterie.

Vom 11. bis 24. Mai sowie vom 1 0. bis 16. August übt das Bataillon im Biwak auf dem Truppenübungsplatz MUNSTER. Ein dreiwöchiger Aufenthalt in SHILO ist der Ausbildungshöhepunkt des Jahres.

Auch 1997 steht ganz im Zeichen der artilleristischen Übungen sowie der Kontaktpflege zur Öffentlichkeit. Am 14.02. übernimmt die 1. Batterie eine Patenschaft mit der Gemeinde LÜTHORST. Mehrere Schulklassen, darunter sogar eine Gruppe aus ISRAEL, besuchen das Bataillon. Am 23.05. finden ein Tag der offenen Tür und ein Feldbiwak statt.

Erstmals in seiner Geschichte übt das Bataillon zweimal in einem Jahr für jeweils 3 Wochen in SHILO, Kanada, und wird dort erneut vom DivArtFhr überprüft. Das Führerkorps des Bataillons bildet sich zudem vom 15. bis 17. Oktober in VERDUN und an der MAGINOT-LINIE militärhistorisch weiter.

Das Jahr 1998 beginnt mit einem weiteren Aufenthalt auf dem Truppenübungsplatz MUNSTER vom 6. bis 16. Januar. Im April gelangen im Rahmen der Kriegsgräberfürsorge 20 Soldaten des Panzerartilleriebataillon 15 bei LYON, Frankreich, zum Einsatz. Seit dem 23. September stellt das Bataillon den Leitungs und Organisationsstab für die SFOR Einsatzausbildung in HAMMELBURG.

Ein Höhepunkt in der fast vierzigjährigen Geschichte des Bataillons war am 19.10.1998 die Obernahme der Patenschaft mit der 1 1. Afdeling Rijdende Artillerie aus ARNHEM (NL). 1500 Besucher erlebten den Festakt mit, der im Rahmen eines Gelöbnisses von Soldaten der Panzergrenadierbrigade 1 bei strahlendem Wetter auf dem Standortübungsplatz STADTOLDENDORF durchgeführt wurde.