Gerneral Ludwig von Yorck
Der Namensgeber der Yorck Kaserne
General Ludwig von Yorck ( Potsdam 26.09.1759), ein hervorragender Offizier,der seinem König gehorsam gedient hatte, löste ohne dessen Billigung das von ihm kommandierte Hilfskorps aus dem verband der napolenaischen Truppen, die geschlagen aus Rußland zurückfluteten. In eigener Verantwortung schloß Yorck am 30.12.1812 mit dem russischen Gegnern einen Neutalitätsvertrag, die " Konvention von Tauroggen ". Dieser Vertrag war ein revolutionärer Schritt. Ein ungeheuerlicher Vorgang in der preusischen Geschichte. Er leitete die Befreiungskriege der Herrschaft Napoleons I.
Ein Urenkel des preusischen Feldmarschalls , Peter Graf Yorck von Wartenburg, Oberregierungsrat und Leutnant der Wehrmacht, stand am 7. und 8. August 1944 vor dem Volksgerichtshof, angeklagt wegen seiner Teilnahme am Umsturzversuch des 20. Juli 1944. Am 8. August 1944 wurde er hingerichtet. Er gehörte zum Kreisauer Kreis, einer Widerstandsgruppe gegen die Herrschaft der Nationalsozialisten. In den letzten Stunden seines Lebens schrieb er an seine Frau: "Es war die Sorge um Deutschland, die mein Handeln bestimmte. Deshalb stehe ich aufrecht vor meinen Vorfahren, dem Vater, den Brüdern und den Kammeraden. Ich gehe ungebeugt den letzten Gang.
Yorck von Wartenburg, Peter Graf, * 13. 11.1904, † 08.09.1944. Y studierte von 1923 bis 1926 in Bonn und Breslau Rechts- und Staatswissenschaften, promovierte hier 1927 und machte 1930 in Berlin sein juristisches Assessorexamen. Im selben Jahr heiratete er Marion Winter. Nach einer Tätigkeit als Anwalt und am Oberpräsidium in Breslau war Y. von 1936 bis 1941 als Referent für Grundsatzfragen beim Reichskommissar für die Preisbildung in Berlin tätig. Da er sich weigerte, der NSDAP beizutreten, wurde Y seit 1938 nicht mehr befördert, Zwischen 1938 und 1940 stand er in enger Verbindung mit Fritz-Dietlof Graf von der Schulenburg und Ulrich-Wilhelm Graf Schwerin von Schwanenfeld, mit denen er auch über die Planungen für Deutschland nach dem Untergang des Nationalsozialismus diskutierte. 1939 wurde er als Reserveoffizier einberufen und wechselte 1942 in den Wirtschaftsstab Ost beim Oberkommando der Wehrmacht in Berlin. Dort wurden seine Kontakte zur militärischen Opposition enger. Im Januar 1940 begann seine enge Zusammenarbeit mit Helmut James Graf von Moltke, mit dem zusammen Y. zu den führenden Köpfen des Kreisauer Kreises zählte. In seiner Wohnung in Berlin-Lichterfelde fanden regelmäßig Treffen des Kreises statt. Früher als sein Freund Moltke befürwortete Y, der auch an allen drei Tagungen des Kreises in Kreisau teilnahm, einen Umsturzversuch. Nach der Verhaftung Moltkes im Januar 1944 ergaben sich enge Kontakte von Y. zu Claus Schenk Graf von Stauffenberg. In der neuen Regierung sollte Y. das Amt eines Staatssekretärs in der Reichskanzlei übernehmen. Nach dem gescheiterten Attentat auf Hitler vom 120. Juli1944 wurde Y. verhaftet, am 8. September 1944 vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und noch am selben Tag in Berlin-Plötzensee hingerichtet.
